Viele Geschichten. Viele Wege. Eine Gemeinschaft. Was ist LICHTPUNKT?
Ein Garten. Viele Formen. Eine Gemeinschaft.
Entdecke Lichtbotschaften, Geschichten in den echten Gartenblüten, Briefe in den Blättern und Erinnerungsherzen. Alles im selben Garten – in deinem Tempo.
✦ Lichtbotschaft
✿ Geschichte · Blüten
❧ Brief · Blätter
♥ Erinnerung
Die Pflanzen im Bild führen zu persönlichen Geschichten und Briefen. Du kannst auch die Textliste unter dem Garten verwenden.
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Ein Licht für dich
Lichtbotschaft
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- Kraft im Alltag: Die guten Tage ganz bewusst genießen und dankbar dafür sein.
- Kraft im Alltag: Nicht jeder Weg verläuft gerade, und nicht jeder Tag fühlt sich gleich an. Du musst dich nicht mit anderen vergleichen und auch niemandem beweisen, wie viel du schaffst. Dein Tempo ist richtig. Deine Gefühle haben Platz. Und du darfst deinen Weg so gehen, wie es für dich heute möglich ist. Schritt für Schritt – ohne Druck und mit der Erlaubnis, auch einmal stehen zu bleiben.
- Kraft im Alltag: Es gibt Tage, an denen alles zu viel ist. An denen die Kraft fehlt, die Zuversicht leise wird und selbst kleine Schritte schwerfallen. Du musst nicht jeden Tag kämpfen, funktionieren oder stark sein. Du darfst müde sein, zweifeln und Hilfe annehmen. Auch an schweren Tagen bist du wertvoll – genau so, wie du bist. 💜
- Du musst heute nicht alles schaffen. Du musst niemandem beweisen, wie stark du bist. Wenn deine Kraft nur für das Nötigste reicht, dann darf das genügen. Du bist nicht weniger wert, nur weil heute ein schwerer Tag ist.
- Verbundenheit: Ich war lange wütend auf meinen Körper und auf das, was verloren ging. Heute versuche ich, auch das zu sehen, was geblieben ist. Ich muss nicht jeden Tag stark oder dankbar sein. Aber ich möchte lernen, wieder auf meiner Seite zu stehen.
- Die Krankheit ist Teil unserer Geschichte geworden, aber sie soll nicht unsere ganze Geschichte sein. Ich möchte mich später auch an unser Lachen, unsere kleinen Abenteuer und die gewöhnlichen Tage erinnern. Wir sind mehr als das, was wir durchstehen.
- Du musst keine Lösung für meine Sorgen haben. Bitte versuche nicht, jedes Gefühl wegzureden. Hör mir zu, auch wenn es unbequem wird. Ich brauche nicht immer Hoffnung von dir. Manchmal brauche ich einfach das Gefühl, nicht allein zu sein.
- Ich darf lachen, obwohl ich Angst habe. Ich darf schöne Momente genießen, obwohl nicht alles gut ist. Mein Glück macht meine schwere Zeit nicht kleiner. Es erinnert mich nur daran, dass neben all dem Schweren noch Leben ist.
- Manchmal ist Hoffnung kein großes Licht. Manchmal ist sie ein guter Morgen, ein vertrautes Lachen oder eine Stunde ohne Angst. Vielleicht muss sie gar nicht alles hell machen. Vielleicht reicht es, wenn sie mich weitergehen lässt.
- Bitte sieh nicht nur meine Krankheit, meine Narben oder das, was ich nicht mehr kann. Frag mich nach meinen Träumen, erzähl mir Unsinn und lache mit mir. Ich bin mehr als das, was mir passiert ist.
- Ich kann meine Kinder nicht vor jeder Angst beschützen. Aber ich kann ihnen zeigen, dass Fragen erlaubt sind, Lachen nicht verboten ist und sie keine Verantwortung für meine Sorgen tragen. Liebe bedeutet auch, ihnen Kindsein zu lassen.
- Je näher der Kontrolltermin rückt, desto lauter werden die Gedanken. Nach außen lebe ich meinen Alltag, doch innen bleibt die Frage: Was, wenn? Ich versuche, mir die Tage dazwischen zurückzuholen. Sie gehören auch mir.
- Ich bin nicht mehr derselbe Mensch wie vor der Diagnose. Aber ich bin noch immer ich. Mein Leben ist anders geworden, nicht wertlos. Ich darf trauern, was verloren ging, und trotzdem neugierig auf das sein, was noch kommt.
- Ich kann dir die Angst nicht nehmen und deinen Weg nicht für dich gehen. Aber ich kann neben dir bleiben, deine Hand halten und zuhören. Manchmal ist Liebe nicht, die richtigen Worte zu finden, sondern einfach nicht wegzugehen.
- Verbundenheit: Manchmal möchte ich nicht stark sein. Ich möchte Angst haben dürfen, weinen und nicht immer allen zeigen, dass ich klarkomme. Vielleicht bedeutet Stärke nicht, niemals aufzugeben, sondern sich selbst auch schwache Tage zu erlauben.
- Nicht jeder Tag bringt große Veränderungen. Manchmal ist es nur eine liebe Nachricht, ein bisschen Sonne oder ein ruhiger Abend. Aber genau solche Augenblicke helfen mir, wieder etwas Kraft zu sammeln. ✨
- Ich finde, wir sollten viel öfter ehrlich sagen dürfen, wenn wir erschöpft sind oder Angst haben. Immer stark zu wirken kostet Kraft. Bei Menschen, denen ich vertraue, darf ich inzwischen auch mal schwach sein. Das tut gut.
- Wenn ich einen schlechten Tag habe, denke ich manchmal daran, was ich schon alles durchgestanden habe. Das macht nicht automatisch alles leichter, aber es erinnert mich daran, dass ich schon öfter einen Weg gefunden habe.
- Früher habe ich mich oft unter Druck gesetzt, weil ich dachte, ich müsste schneller wieder funktionieren. Heute höre ich mehr auf mich. Es klappt nicht immer, aber ich lerne dazu. Und das ist für mich schon ein Fortschritt.
- Lange hatte ich das Gefühl, dass meine Sorgen alles bestimmen. Nach und nach merke ich, dass neben ihnen auch wieder Platz für schöne Dinge sein darf. Ich muss nichts erzwingen, aber ich möchte offen dafür bleiben.
- Ich bin so froh über die Menschen, die nicht viele Worte machen, sondern einfach da sind. Eine Nachricht, ein Anruf oder gemeinsam schweigen – manchmal sind es genau diese Kleinigkeiten, die einem zeigen, dass man nicht vergessen ist. 💛
- Ich habe gelernt, dass ich nicht jedem erzählen muss, wie es mir geht oder warum ich etwas gerade nicht schaffe. Menschen, die mir nahestehen, dürfen auch akzeptieren, dass ich manchmal einfach Ruhe brauche.
- Es gibt Tage, an denen mir nicht nach Lachen zumute ist. Umso schöner ist es, wenn dann doch ein Moment kommt, in dem ich herzlich lachen kann. Für einen Augenblick ist alles etwas leichter. Diese Momente möchte ich mir bewahren. 😊
- Wenn ich zurückdenke, sehe ich nicht nur die schwierigen Zeiten, sondern auch, wie oft ich trotzdem weitergemacht habe. Das vergesse ich im Alltag manchmal. Heute möchte ich mir selbst dafür ruhig öfter auf die Schulter klopfen.
- Es hat mir geholfen, ehrlich zu sagen, wenn mir alles zu viel wird. Nicht jeder kann meine Situation verstehen, aber ich muss auch nicht alles mit mir selbst ausmachen. Ein offenes Ohr kann schon viel verändern. ❤️
- Ich weiß nicht, was die nächste Zeit bringt, und manchmal macht mir das Angst. Aber ich habe gelernt, nicht immer schon an morgen zu denken. Heute gibt es vielleicht einen schönen Moment, einen lieben Menschen oder etwas, das mir ein Lächeln schenkt. Manchmal reicht mir das erst einmal.
- Ich habe mich lange mit anderen verglichen und gedacht, ich müsste schon viel weiter sein. Inzwischen versuche ich, meinen eigenen Weg zu akzeptieren. Jeder Mensch hat seine Geschichte und sein Tempo. Ich muss nicht dort sein, wo andere sind.
- Manchmal brauche ich gar keinen Rat. Ich möchte einfach erzählen dürfen, wie es mir geht, ohne dass jemand sofort eine Lösung sucht. Wenn mir jemand in Ruhe zuhört, fühle ich mich ernst genommen. Das ist für mich oft mehr wert als tausend gute Ratschläge.
- Es gibt Tage, an denen ich viel schaffe, und dann gibt es wieder Tage, an denen schon Kleinigkeiten anstrengend sind. Ich lerne gerade, mich dafür nicht ständig zu verurteilen. Morgen ist ein neuer Tag, und ich muss nicht heute schon alles schaffen.
- Wenn ein Mensch, den man liebt, krank ist oder eine schwere Zeit durchmacht, denkt man oft zuerst an ihn. Ich habe dabei lange vergessen, auf mich selbst zu achten. Inzwischen weiß ich, dass ich auch auf meine eigenen Kräfte aufpassen muss. Das ist nicht egoistisch, sondern notwendig.
- Ich wollte immer alles selbst schaffen. Mir Hilfe zu holen, fühlte sich zuerst wie ein Eingeständnis an, dass ich es nicht allein kann. Mittlerweile sehe ich das anders. Es braucht manchmal ganz schön viel Mut, zu sagen: Ich schaffe das gerade nicht allein.
- Im Moment sind es oft die kleinen Sachen, über die ich mich freue. Ein Kaffee in Ruhe, ein nettes Wort oder ein kurzer Spaziergang. Früher hätte ich das kaum bemerkt. Heute versuche ich, diese Momente bewusster wahrzunehmen.
- Als ich zum ersten Mal mit anderen Betroffenen gesprochen habe, war ich überrascht, wie gut sie mich verstanden haben. Ich musste nicht lange erklären, warum mich manche Dinge so beschäftigen. Dieses Gefühl, nicht allein zu sein, hat mir sehr viel Kraft gegeben.
- Früher habe ich oft so getan, als wäre alles in Ordnung, obwohl es mir überhaupt nicht gut ging. Heute erlaube ich mir auch schlechte Tage. Ich muss niemandem etwas beweisen. Das hat lange gedauert, aber es fühlt sich inzwischen richtig an.
- Ich hatte eine Zeit, in der ich am liebsten mit niemandem über meine Sorgen gesprochen hätte. Ich dachte, ich müsste damit allein klarkommen. Irgendwann habe ich mich doch jemandem anvertraut. Es hat nicht alle Probleme gelöst, aber es hat mir unglaublich gutgetan. Heute weiß ich, wie wichtig es ist, jemanden zum Reden zu haben.
- Alles ist möglich ✨ egal wie dunkel es scheint.
- Auch bei schlechter Prognose kann es gut ausgehen!
- Du bist keine Last für andere. Du bist nicht allein. Du bist gut genug.
- Sich jeden Tag über kleine Dinge freuen, und sich nicht unnötig ärgern (lassen) - das erdet uns sehr.
- Du darfst traurig sein, Du darfst heulen, Du darfst wütend sein. Alle Emotionen sind in Ordnung.
- Du bist einzigartig und wunderbar. Sei stolz auf dich ♡
- Irgendwann wird alles gut
- Don't let the hard days win 💖
- Ich bin immer wieder stolz auf meinen Körper. Er ist ein wahres Wunderwerk! Nicht mehr jung, nicht "schön", vernarbt, schwabbelig. ABER er trägt mich durchs Leben, durch OPs, durch Chemos, durch Freud und Leid, zuverlässig und ausdauernd! Danke🫶🏻
- Meinen Weg zu teilen, zu erzählen und das Resultat daraus zu sehen gibt mir immer wieder Kraft. Ich habe so vieles in herausfordernden Zeit gemeistert und die Hoffnung nie verloren. Dabei hilft die Verbindung mit anderen Betroffenen und Menschen, denen ich vertrauen kann.
- Du bist nicht allein. Wir sind eine starke Community 💖
- Wenn ein Mensch, den man liebt, krank ist oder eine schwere Zeit durchmacht, denkt man oft zuerst an ihn. Ich habe dabei lange vergessen, auf mich selbst zu achten. Inzwischen weiß ich, dass ich auch auf meine eigenen Kräfte aufpassen muss. Das ist nicht egoistisch, sondern notwendig.
- Ich wollte immer alles selbst schaffen. Mir Hilfe zu holen, fühlte sich zuerst wie ein Eingeständnis an, dass ich es nicht allein kann. Mittlerweile sehe ich das anders. Es braucht manchmal ganz schön viel Mut, zu sagen: Ich schaffe das gerade nicht allein
- Im Moment sind es oft die kleinen Sachen, über die ich mich freue. Ein Kaffee in Ruhe, ein nettes Wort oder ein kurzer Spaziergang. Früher hätte ich das kaum bemerkt. Heute versuche ich, diese Momente bewusster wahrzunehmen.
- Als ich zum ersten Mal mit anderen Betroffenen gesprochen habe, war ich überrascht, wie gut sie mich verstanden haben. Ich musste nicht lange erklären, warum mich manche Dinge so beschäftigen. Dieses Gefühl, nicht allein zu sein, hat mir sehr viel Kraft gegeben.
- Früher habe ich oft so getan, als wäre alles in Ordnung, obwohl es mir überhaupt nicht gut ging. Heute erlaube ich mir auch schlechte Tage. Ich muss niemandem etwas beweisen. Das hat lange gedauert, aber es fühlt sich inzwischen richtig an.
- Ich hatte eine Zeit, in der ich am liebsten mit niemandem über meine Sorgen gesprochen hätte. Ich dachte, ich müsste damit allein klarkommen. Irgendwann habe ich mich doch jemandem anvertraut. Es hat nicht alle Probleme gelöst, aber es hat mir unglaublich gutgetan. Heute weiß ich, wie wichtig es ist, jemanden zum Reden zu haben.
- Manches ist eben wie das Wetter, man kann es nicht ändern und nur das Beste daraus machen.
- Aus vielen Lichtern wird Gemeinschaft. Jeder Gedanke, jedes liebe Wort und jede kleine Geste kann ein Licht für jemand anderen sein. Gemeinsam leuchten wir heller.
- In liebevoller Erinnerung. Für die Menschen, die wir vermissen, und für die Spuren, die sie in unseren Herzen hinterlassen haben. Ihr Licht bleibt.
- Deine Geschichte zählt. Was du erlebt hast, was du fühlst und was du anderen mitgeben möchtest, kann für einen anderen Menschen viel bedeuten.
- Ein Licht für die Ungewissheit. Nicht jede Frage hat sofort eine Antwort. Du darfst Schritt für Schritt gehen, auch wenn du noch nicht weißt, wohin der Weg führt.
- Für die Angehörigen. Auch wer begleitet, braucht manchmal Halt. Deine Sorgen und deine Erschöpfung verdienen genauso Aufmerksamkeit.
- Du darfst schöne Momente genießen. Lachen, feiern und glücklich sein ist erlaubt – auch dann, wenn nicht alles gut ist.
- Gemeinsam tragen wir ein Stück. Wir können nicht jeden schweren Weg leichter machen. Aber wir können dafür sorgen, dass ihn niemand ganz allein gehen muss.
- Selten heißt nicht unsichtbar. Auch wenn deine Erkrankung selten ist, sind deine Erfahrungen wichtig. Deine Stimme verdient es, gehört zu werden.
- Deine Gefühle haben Platz. Wut, Trauer, Hoffnung und Freude dürfen nebeneinander existieren. Du musst dich nicht für ein Gefühl entscheiden.
- Ein Licht für alle, die warten. Für alle, die auf Befunde, Antworten oder den nächsten Termin warten: Möge euch in dieser Zeit ein wenig Ruhe begleiten.
- Du darfst Hilfe annehmen. Du musst nicht alles allein tragen. Hilfe anzunehmen ist kein Zeichen von Schwäche.
- Wir sehen dich. Nicht nur deine Diagnose, nicht nur deine Behandlung – sondern dich als Menschen.
- Auch kleine Schritte zählen. Manchmal ist Aufstehen ein Erfolg. Manchmal Durchhalten. Und manchmal ist Ausruhen genau das Richtige.
- Du bist kein Krankheitsbild. Du bist ein Mensch mit Träumen, Erinnerungen, Wünschen und einer ganz eigenen Geschichte.
- Heute ist auch ein Lebenstag. Zwischen Untersuchungen, Terminen und Warten gibt es kleine Momente, die nur dir gehören. Halte sie fest.
- Deine Angst darf da sein. Du musst deine Sorgen nicht verstecken. Du darfst Angst haben und trotzdem nach vorne schauen.
- Hoffnung darf leise sein. Manchmal ist Hoffnung kein großes Gefühl. Manchmal ist sie einfach der Mut, den nächsten Tag zu beginnen.
- Du bist nicht allein. Auch wenn sich dein Weg manchmal einsam anfühlt, gibt es Menschen, die dich verstehen und an deiner Seite sein möchten.
- Du musst nicht immer stark sein. Du darfst weinen, zweifeln und müde sein. Auch an schweren Tagen bist du stark genug.
- Du bist mehr als deine Diagnose. Deine Erkrankung ist ein Teil deiner Geschichte, aber sie erzählt nicht alles über dich.
- Egal wie dunkel es gerade ist, die Sonne scheint trotzdem jeden Tag für unsere Seele.
- Fragt dich jemand wie es dir geht, sag einfach: wenn ich das Schlechte weglasse, geht es mir gut!
- Alles sehen nur Dich, aber niemand das drum herum und die, die still kämpfen
- Es gibt keine Probleme, das sind Herausforderungen und Herausforderungen sind lösbar
- Aufgeben ist keine Option
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Geschichte / TROTZDEM:
Meine Geschichte – Neue Wege finden und gemeinsam etwas bewegen
Ich bin Familienvater, Berufssoldat und selbst von einer Sarkomerkrankung betroffen. Mit meiner Diagnose und der damit verbundenen Amputation hat sich mein Leben grundlegend verändert. Plötzlich musste ich mich mit Dingen auseinandersetzen, die vorher unvorstellbar waren. Doch ich habe für mich entschieden, nicht nur auf das zu schauen, was ich verloren habe, sondern vor allem auf das, was noch möglich ist. Ich bin weiterhin sportlich aktiv, stelle mich neuen Herausforderungen und versuche, auch schwierigen Situationen mit Zuversicht zu begegnen. Dabei weiß ich, dass meine persönlichen, beruflichen und sozialen Voraussetzungen andere sein können als die vieler Betroffener. Mein Weg ist deshalb kein Maßstab für andere. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte, seine Grenzen und sein eigenes Tempo. Meine Erfahrungen haben mich gelehrt, wie wertvoll ein Perspektivwechsel sein kann. Manchmal muss man über den eigenen Tellerrand hinausschauen, um neue Möglichkeiten zu entdecken. Genau diese Haltung bringe ich in die Sarkom-Selbsthilfe Mitteldeutschland ein. Ich engagiere mich besonders für die Organisation, die digitalen Angebote und die Vernetzung unserer regionalen Selbsthilfegruppen mit Kliniken, Sarkomzentren und der Deutschen Sarkom-Stiftung. Ich möchte nicht nur meine eigenen Erfahrungen bewältigen, sondern auch anderen Menschen Mut machen und etwas zurückgeben. Denn Selbsthilfe bedeutet für mich mehr als reden und zuhören. Sie bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, füreinander da zu sein und gemeinsam etwas zu bewegen. Meine Erkrankung ist ein Teil meiner Geschichte. Aber sie bestimmt nicht allein, wer ich bin oder was ich noch erreichen möchte.Von Micha
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Post an mein früheres Ich:
Ein Brief an mein früheres Ich
Lieber Ich, wenn ich dir heute gegenüberstehen könnte, würde ich dich zuerst in den Arm nehmen. Nicht nur wegen der Krankheit, die auf uns zukommt. Sondern auch wegen der Menschen, die wir unterwegs verlieren werden. Noch ahnst du nicht, dass ein einziges Wort alles verändern wird: Sarkom. Von einem Tag auf den anderen werden Angst, Untersuchungen und Ungewissheit zu deinem Leben gehören. Du wirst nach Antworten suchen, nach Hoffnung und nach jemandem, der wirklich versteht. Aber was dir besonders wehtun wird, steht in keinem Befund. Es sind die engen Freunde, von denen du dachtest, sie würden bleiben. Menschen, mit denen du gelacht, geredet und ein Stück Leben geteilt hast. Manche werden diesen Weg nicht mit dir gehen wollen. Andere werden es vielleicht einfach nicht können. Und auch wenn du versuchst, dafür Verständnis zu haben, wird es schmerzen. Denn du vermisst nicht nur diese Menschen. Du vermisst auch die Selbstverständlichkeit, mit der sie früher zu deinem Leben gehörten. Das Gefühl, sich aufeinander verlassen zu können, ohne darum bitten zu müssen. Du wirst dich fragen, ob du zu viel erwartet hast. Dabei hast du dir oft nur gewünscht, dass jemand bleibt. Auch dann, wenn es keine richtigen Worte gibt. Zum Glück wirst du auch andere Erfahrungen machen. Du wirst Nils kennenlernen, der dir mit ehrlichen Antworten Zuversicht gibt. Und du wirst verstehen, wie viel es bedeutet, wenn ein Mensch einfach da ist. Aus dieser Erfahrung wird dein Entschluss wachsen: Niemand soll nach einer Sarkomdiagnose so verzweifelt nach Hilfe und Verständnis suchen müssen wie du. Du wirst Kontakte knüpfen, Gruppen verbinden und versuchen, für andere einen Lichtpunkt zu schaffen. Es wird nicht immer leicht. Du wirst auf Widerstände stoßen und manchmal mehr geben, als du selbst übrig hast. Deshalb möchte ich dir sagen: Du musst nicht für alle stark sein. Du darfst trauern – auch um Freundschaften, die nicht geblieben sind. Ich würde dir gern die Krankheit ersparen. Und ich würde dir gern versprechen, dass alle Menschen, die dir heute wichtig sind, an deiner Seite bleiben. Das kann ich nicht. Aber eines weiß ich: Dass manche nicht mitgehen, macht die gemeinsame Vergangenheit nicht wertlos. Und es macht dich nicht weniger liebenswert. Bleib der Mensch, der du schon immer warst. Einer, der anderen die Hand reicht, gerade weil er weiß, wie weh es tut, wenn sie fehlt. Dein späteres Ich
In diesem Garten gehören Lichtbotschaften, Geschichten, Briefe und Erinnerungen zusammen. Neue Beiträge werden vor der Veröffentlichung von der Sarkom-Selbsthilfe Mitteldeutschland geprüft.