Ein besonderer Bericht über einen besonderen Menschen aus unseren eigenen Reihen: Das Universitätsklinikum Jena erzählt die Geschichte von Nils Mengs, einem der Initiatoren unserer Sarkom-Selbsthilfe und Ansprechpartner unserer Region Thüringen.
Manchmal entstehen aus den schwersten Erfahrungen des Lebens Dinge, die weit über das eigene Schicksal hinausreichen.
Menschen begegnen sich, teilen ihre Erfahrungen und beginnen, gemeinsam etwas zu verändern. Nicht, weil sie es ursprünglich geplant hatten, sondern weil sie selbst erlebt haben, wie wichtig Unterstützung und ehrliche Antworten sein können.
Einer dieser Menschen ist Nils Mengs.
Nils gehört zu unserer Sarkom-Selbsthilfe, ist in unserer Region Thüringen engagiert und zählt zu den Initiatoren unseres gemeinsamen Netzwerks.
Am 30. Oktober 2026 veröffentlichte das Universitätsklinikum Jena einen ausführlichen Bericht über seinen persönlichen Weg und sein Engagement für andere Betroffene.
Wenn eine Diagnose das Leben verändert
Ende 2016 erhielt Nils die Diagnose Chondrosarkom – ein seltener bösartiger Knochentumor im Bereich seines rechten Sprunggelenks.
Die Behandlung am Universitätsklinikum Jena führte schließlich zur Amputation seines rechten Unterschenkels.
Es folgte eine Zeit, in der vieles neu gelernt und das eigene Leben anders gestaltet werden musste. Körperlich, aber auch emotional.
Heute lebt Nils mit einer Prothese, gilt als krebsfrei und ist sportlich aktiv. Bewegung, neue Herausforderungen und die Freude am Leben haben weiterhin ihren festen Platz.
Seine Geschichte zeigt dabei nicht, dass nach einer schweren Erkrankung alles einfach wird. Sie zeigt vielmehr, dass es auch nach tiefgreifenden Veränderungen neue Möglichkeiten und Perspektiven geben kann.
Aus persönlichen Erfahrungen wurde gemeinsames Engagement
Wer Nils kennt, weiß, dass er offen spricht, ehrlich antwortet und anderen Menschen mit einer besonderen Selbstverständlichkeit begegnet.
Genau solche Begegnungen machen Selbsthilfe wertvoll.
Nils bringt seine Erfahrungen seit Jahren in die Unterstützung anderer Betroffener ein. Als ausgebildeter Patientenbegleiter für Menschen mit Amputationen und durch sein Engagement in der Sarkom-Selbsthilfe kennt er viele Herausforderungen nicht nur aus Gesprächen, sondern aus dem eigenen Leben.
Als einer der Initiatoren unserer gemeinsamen Sarkom-Selbsthilfe hat Nils entscheidend dazu beigetragen, dass aus einzelnen Kontakten eine Gemeinschaft entstehen konnte.
Heute verbinden wir mit unseren Regionen Mitteldeutschland, Sachsen und Thüringen Menschen, die eines gemeinsam haben: den Wunsch, andere Betroffene nicht mit ihren Fragen, Sorgen und Erfahrungen allein zu lassen.
Dabei geht es nicht darum, immer die richtige Antwort zu kennen.
Manchmal reicht es, dass jemand zuhört. Dass man ehrlich miteinander sprechen kann. Dass jemand versteht, wovon man erzählt, ohne alles erklären zu müssen.
Warum dieser Bericht für uns besonders ist
Die Veröffentlichung des Universitätsklinikums Jena freut uns auch deshalb, weil sie einen Menschen sichtbar macht, der unsere Gemeinschaft mit aufgebaut hat.
Denn unsere Selbsthilfe besteht nicht nur aus Internetseiten, Veranstaltungen oder Informationsangeboten.
Sie besteht aus Menschen. Aus ihren Erfahrungen, ihrer Bereitschaft zuzuhören und ihrem Wunsch, für andere etwas zu verändern.
Nils ist einer dieser Menschen.
Seine Geschichte erinnert daran, warum wir uns engagieren und weshalb wir unser gemeinsames Netzwerk weiterentwickeln.
Wir möchten, dass Menschen nach einer Sarkomdiagnose schneller Orientierung finden, Kontakte knüpfen können und erfahren, dass sie mit ihrer Situation nicht allein sind.
Aus dieser Haltung sind auch unsere weiteren Angebote und Projekte entstanden, darunter LICHTPUNKT und LICHTNETZ.
Sarkom-Patiententage in Jena
Passend zur Veröffentlichung finden am 5. und 6. November 2026 die Sarkom-Patiententage am Universitätsklinikum Jena statt.
Die Veranstaltungen bieten Informationen zu seltenen Tumorerkrankungen und Möglichkeiten zum persönlichen Austausch.
Auch Nils wird vor Ort sein und für Gespräche zur Verfügung stehen.
Weitere Informationen zu den Patiententagen
Gemeinsam stärker. Niemand allein.
Wir freuen uns, dass das Universitätsklinikum Jena mit diesem Beitrag nicht nur Nils‘ persönliche Geschichte erzählt, sondern auch die Bedeutung von Selbsthilfe sichtbar macht.
Lieber Nils,
schön, dass du zu unserer Gemeinschaft gehörst und diesen Weg von Anfang an mitgestaltest.
Danke für deine Offenheit, deine Erfahrungen und deinen Einsatz für Menschen, die manchmal einfach jemanden brauchen, der versteht.
Denn genau darum geht es uns.
Gemeinsam stärker. Niemand allein.
Quelle: Universitätsklinikum Jena, Pressemitteilung vom 30. Oktober 2026: „Leben trotz Knochen- und Weichteilkrebs“.
Eigenständiger Beitrag der Sarkom-Selbsthilfe auf Grundlage der Pressemitteilung des Universitätsklinikums Jena.